1. Der Schulbezirk

 

Elsterberg besaß in der vorreformatorischen Zeit die einzige Schule der weiteren Kirchfahrt. Nirgends wird in den Visitationen von 1529 und 1533/1534 in den zu Elsterberg gehörenden Pfarrdörfern eine Schule erwähnt. In Ermangelung einer sonst geeigneten Person ob lag in diesen Orten die religiöse Unterweisung, um die es sich in erster Linie handelte, den Geistlichen, wie es seit Jahrhunderten Brauch war. Außerdem hatten Paten und Eltern die Pflicht, die Kinder mit Vaterunser und Glauben bekannt zu machen. Allmählich wurde es Sitte, den Küster für die Jugenderziehung heranzuziehen. So ist beispielsweise 1546 in Syrau der Kirchner als Schulmeister nachweisbar[1]. Gesetzlich festgelegt wurde seine Mitwirkung in den General-Artikeln vom Jahre 1557[2]. Bei Neuanstellung eines Kirchners nahm man darauf Bedacht, dass er auch als Lehrer verwendet werden konnte. Infolge-dessen wuchs die Zahl der Schulen im Pfarrsprengel. Für Fröbersgrün[3] ist eine Schule im Jahre 1560 bezeugt. In Limbach[4] und Ruppertsgrün[5] treffen wir 1578 Lehrer an. Alle urkundlichen Nachrichten aus dem 16. Jahrhundert fehlen für die reußischen Ortschaften Dobia und Pöllwitz. Um das Jahr 1600 können wir aber wohl bei sämtlichen ehemaligen Filialdörfern Elsterbergs Schulen annehmen. Anders lagen die Verhältnisse bei Steinsdorf und Hohndorf, deren Kirchen von Elsterberg aus versorgt wurden. In Steinsdorf mangelte es von jeher an einer geeigneten Person für den Küsterdienst[6]. Dort mussten zu gewissen Zeiten die Elsterberger Geistlichen sogar die Grabgesänge einstudieren[7].

 

An eine Schulgründung war also hier vorerst nicht zu denken. Günstiger war Hohndorf daran. Es besaß seit langem einen Küster, der — was besonders wichtig ist — in einem der Kirche gehörigen Hause wohnte. 1578[8] heißt es:

Im filial Hohndorff hilft der kirchner dem pfarher vhleißig singen und helt in der wochen alß am mitwoch kinderlehr.

1596[9] wird zuerst eines Schulhauses Erwähnung getan. Wenn aber zwei Jahre darauf[10] ausdrücklich vom Kirchner gesagt wird, dass er ein Schuster sei und keine Knaben lehre, so ersieht man, dass auch in Hohndorf bis 1600 von einer Schule im eigentlichen Sinne nicht die Rede sein kann. Um hier und in den übrigen Dörfern der Jugend ein Mindestmaß von religiösen Kenntnissen beizubringen, hatten die Elsterberger Diakone die Pflicht, Kinderlehre zu halten[11]. Diese war in Hohndorf und Steinsdorf so geregelt, dass sie im Anschluss an die Sonntagspredigt oder am Nachmittag stattfand. Sobald der Geistliche über Mittag blieb, mussten ihm die Bauern reihum das Essen geben. Gelegentlich nur regte sich dagegen Wider-stand[12], in der Hauptsache von solchen, die keine Kinder besaßen. Die Kinderlehre wurde den Kaplänen besonders vergütet und zwar mit einer Kaute Flachs aus jedem Gehöft[13]. Wenn somit für Steinsdorf und Hohndorf eine regelmäßige Unter-weisung der Jugend im allgemeinen gewährleistet war, so stand es mit den übrigen Dörfern, die nach Elsterberg pfarrten, um so schlimmer, da die Diakone nur gelegentlich die vorgeschriebene Kinderlehre halten konnten.

 

Auch die Einwirkung der Kirche auf die Halbwüchsigen blieb im großen und ganzen ohne Erfolg[14]. Jede weitere Schulgründung musste deswegen freudig begrüßt werden.

Hohndorf bekam eine eigene Schule bzw. einen zum Unterrichten befähigten Küster wohl kurz nach 1600. 1622 wird ein Lehrer Hans Rentzsch genannt, dessen Vorgänger nach Dobia translociert worden war[15]. Die Berufung des Schul-meisters geschah anfangs durch den Elsterberger Oberpfarrer. Da der am 23. Februar 1603[16] aufgerichtete Vertrag zwischen Greiz und den Herren von Bünau-Elsterberg keinerlei Bestimmungen über die Schule getroffen hatte, nahm später das Greizer Konsistorium die Wahl des Lehrers vor und gestand nur zu, dass dies mit Vorwissen der Geistlichen in Elsterberg geschehe. Die sächsischen, nach Hohndorf pfarrenden Dörfer Tremnitz und Pansdorf hielten sich dann und wann einen Katecheten[17], wurden aber später der Hohndorfer Schule zugewiesen. Der Lehrer bezog aus den genannten Orten ein gewisses Einkommen in Naturalien, deren Ablösung auf Wunsch der reußischen Regierung im Jahre 1855 erfolgte. Die Zinsen aus dem Rentenkapital (130 Taler 28 Neugroschen 8 Pfennige), das von dem sächsischen Kultusministerium verwaltet wurde, fielen dem Hohndorfer Lehrer zu[18].

 

 

Die Steinsdorfer Schule wurde im Jahre 1701 von Pfarrer Zopf – Elsterberg ge-gründet[19] und mit einem gewissen Einkommen ausgestattet[20]. So wurde ins-besondere ein nach Jößnitz zu gelegenes Feld für 25 Gulden gekauft. Der Schul-zwang wurde in Steinsdorf lange nicht anerkannt. Noch 1794 wird geklagt:

In Steinsdorf würde auch der geschickteste und fleißigste Lehrer nicht alles zu hoffende Gute ausrichten, weil die Schule beynahe die Hälfte des Jahres nicht besucht wird. Alles wiederhohlt ernstliche und liebreiche Bitten hat bis jetzt die eingerißne verderbliche Gewohnheit nicht zu ändern vermocht.

 

Folgende Lehrer werden genannt:

1700 Hans Narr [+ 1697]

1703 Hädlich [= Gottfried Hadlich, ein Schneider]

nach 1703 Joh. Christ. Beyer [+ 1709, ein Schneider]

1715 Simon Mehlhorn [+ 1726]

1726 Georg Friedr. Hansch [oder HAASE, + ??]

1740 Benjamin Erler [+ 1776]

1779 Joh. Dav. Löscher

1784 Abraham Seidel

1789 Joh. Heinr. Riedel

nach 1800 Frenzel

1822 Heinr. Stephan Reiz

Nach den Absplitterungen der oben aufgeführten Dörfer umfasste der Elsterberger Schulbezirk außer der Stadt um 1700 folgende Orte: Noßwitz, Sachswitz, Kleingera, Coschütz, Thürnhof, Scholas, Görschnitz, Brockau, Christgrün, Reimersgrün und Losa. Dörfer, die teilweise eine Stunde und mehr von Elsterberg entfernt liegen. Der Schulbesuch war deshalb von dorther schwach und nicht regelmäßig. 1711 wurden bei der Einweisung des Rektors Hammer[21] die Vertreter vom Lande ermahnt, ihre Kinder fleißiger als bisher zur Schule zu senden. Sie ließen aber diesen Vorwurf nicht auf sich sitzen und beschwerten sich, es möchten die Herren Schulbedienten etwaß fleißiger in Unterweißung der Jugend sich aufführen alß bißhero geschehen, damit sie sich nicht genöthiget finden müsten, die Kinder andrer Orthen in die Schule zu schicken. Inwieweit die Anstellung von Katecheten — in Brockau und Christgrün seit 1714 nachweisbar — auf diese Drohung zurückzuführen ist, muss dahingestellt bleiben.

Die am 1. September 1713 erschienene Verordnung „Von der Information und Catechismus-Examen junger und alter Leute[22] brachte eine gewisse Schul-pflicht, indem der Sommerunterricht auf mindestens vier Stunden wöchentlich fest-gelegt wurde.

Auf Grund der Information muss später (etwa um 1720) eine Bestimmung dahin getroffen worden sein, dass die Kinder aller zum Kirchspiel Elsterberg gehörigen Orte nur die Stadtschule zu besuchen haben. Denn in der Folge wurden nicht nur die Katecheten verboten, sondern auch die Lehrer von Limbach und Ruppertsgrün angewiesen, keine Schüler aus benachbarten, nach Elsterberg pfarrenden Dörfern anzunehmen[23]. Je strenger aber die Schulpflicht durchgeführt wurde, desto mehr lehnten sich die Gemeinden, besonders die entlegenen, gegen den Zwang auf, ihre Kinder einen weiten und im Winter gefährlichen Weg gehen zu lassen. Sie forderten einen eigenen Lehrer und schritten zur Selbsthilfe, als er ihnen verweigert wurde: Im Februar 1773 stellten Reimersgrün, Brockau und Christgrün einen ver-armten Zeugmacher aus Netzschkau als Kinderlehrer an.

Damit begann ein Streit von fast neunzehnjähriger Dauer[24], dessen Sachlage sich deutlich in dem 1791 abgeschlossenen Vergleiche ausprägt:

 

  1. Die Gemeinden Brockau, Reimersgrün und Christgrün haben für jeden Knaben im Alter von 9 bis 12 Jahren jährlich 4 Groschen Entschädigung an die Elsterberger Lehrer zu zahlen.

  2. Für ein Mädchen desselben Alters beträgt die Entschädigung 8 Groschen.

  3. Alle Knaben und Mädchen aus den gen. Dörfern sind vom 12. Lebensjahr ab der Schule in Elsterberg zuzuführen.

  4. Die 3 Gemeinden zahlen den Lehrern für entgangenes Schulgeld 16 Taler.

  5. Das von den Gemeinden zu entrichtende Schulgeld ist von dem Heim-bürgen jedes Dorfes einzusammeln und zu Weihnachten den Lehrern zu über-reichen.

Die Punkte 1 und 2 wurden einige Jahrzehnte später aufgehoben. Zum Ausgleich gewährten die Dörfer an den jeweiligen Rektor ein Häuslergeld von 1 Taler 15 Neugroschen und 2⅛ Scheffel Korn. Mit dem Tode des Rektors Rödel (1854) erledigten sich diese Abgaben vertragsgemäß. Ähnliche Bezüge erhielt der erste Mädchenlehrer. Mit der Amtsniederlegung des Organisten Krebs fielen auch sie hinweg[25].

Der Ausbau des Schulwesens in den genannten Orten entwickelte sich nicht so, wie man hätte erwarten sollen. Die Geldfrage und ein fehlender Opfersinn ließen manchen Plan scheitern. Brockau ging am tatkräftigsten vor und beschloss einen Schulbau. 1792 hatte man bereits das nötige Holz angefahren. Gewisse Schwierigkeiten stellten sich dadurch ein, dass die Brockauer dreierlei Gerichten unterstanden, dem Netzschkauer, Coschützer und Thürnhofer. Pastor Anger verstand es, die Gerichtsherrschaften für die gute Sache zu gewinnen und die abseits stehenden Brockauer Einwohner umzustimmen. Schon im Herbst 1793 konnte das neue Schulheim bezogen werden[26]. Die übrigen Gemeinden schickten ihre Kinder meist in benachbarte Schulen. 1805 hielt sich Reimersgrün einen eigenen Kinderlehrer, schloss sich später jedoch Brockau an. Christgrün stellte 1820 einen Katecheten an, gab ihm bei seinem Antritt 12 Groschen Mietgeld, wie es beim Gesinde üblig ist, und wies ihm das neu erbaute Hirtenhaus als Wohn– und Schulgebäude an. Trotz dieser Verwendung brachte die Gemeinde im Jahre 1826 eine liederliche Frauensperson dort unter. Die Beschwerde des Lehrers beantwortete Christgrün mit der Kündigung. Da das Dorf keine besondere Schule bauen wollte, sandte es seine Kinder von Ostern 1827 ab nach Limbach[27], später nach Ruppertsgrün. Erst Ostern 1871 eröffnete man eine eigene, auch für Reimersgrün bestimmte Schule in Christgrün. Die Baukosten betrugen 2.100 Taler[28].

 

Seit 1836 waren Bestrebungen im Gange, in Coschütz eine Vereinsschule für die umliegenden Dörfer zu gründen. Schwierigkeiten machte wiederum die Schulgeld-frage. Nachdem das Ministerium alle Elsterberger Einsprüche zurück-gewiesen hatte, konnte 1838 mit dem Bau der Schule begonnen werden. Am 2. Mai 1840 trat als erster Coschützer Lehrer für die Gemeinden Kleingera, Scholas, Losa, Thürnhof und Coschütz mit Feldwiese Karl August Schiller aus Plauen seine Stelle an[29].

Der Brand des Jahres 1840 begünstigte weitere Trennungen. Das reußische Görschnitz gewährte nach längerer Auseinandersetzung der Elsterberger Schul-kasse ein Vergleichskapital von 200 Talern und schied Ostern 1842 aus dem Schulverband. Anfangs besuchten die Görschnitzer die Hohndorfer, von 1846 ab die neugegründete Cossengrüner Schule. 1866 wurde in Görschnitz eine eigene Schule errichtet. Görschnitz sächs. Ant. war bis Ostern 1872 nach Elsterberg eingeschult, da erst in diesem Jahre eine Einigung über die Abfindungssumme (350 Taler) sich erzielen ließ[30].

Durch Übereinkommen vom 16. März 1895[31] löste sich endlich Sachswitz aus dem Elsterberger Schulverbande. Damit erhielt der Schulbezirk die Grenzen, die er jetzt noch innehat. Der Vertrag besagt im wesentlichen folgendes:

 

  1. Mit dem 15. April 1895, als dem Tage der Ausschulung, hört für die Bewohner der Gemeinde Sachswitz reuß. Ant. jedes Anrecht auf Benutzung der in der Schulgemeinde Elsterberg bestehenden schulischen Einrichtungen auf. Zugleich aber fällt auch für diese Gemeinde und deren Bewohner die Verpflichtung hinweg, Schulanlagen in die Schulkasse zu Elsterberg in Gemäßheit des zuletzt im Jahre 1892 getroffenen Übereinkommens zu be-zahlen.

  2. Entschädigungsansprüche irgendwelcher Art werden weder von dem Schulverbande Elsterberg in seinem künftigen Bestande an die Gemeinde Sachswitz reuß. Ant., noch von der Gemeinde Sachswitz reuß. Ant. an den Schulverband Elsterberg in seinem künftigen Bestande erhoben.

 

[1] ThStA Weimar Reg. Bb 1958 Bl. 14 u. 15b: „6 alte Schock Erhardt Schmidt der schulmeister“. — Unter den Ausgaben: „1 Schock 13 Groschen auff den neuen gangk von der schul zum seiger, gangen“.

 

[2] A. Richter: Kursächs. Volksschulordnungen. 1891.

 

[3] Reuß. Kirchengalerie 1844.

 

[4] HStA Dresden Loc. 1994. Vis. d. Vogtl. Kreis 1578. Limbach. Der pfarherr visitiret die schull winterzeit, wan schuller da sein, und kan der schulmeister schreiben und lesen und nichts mer, ist aber dem pfarherr in kirchenambt gehorsam.

 

[5] HStA Dresden Loc. 1994. Vis. d. Vogtl. Kreis 1578. Ruppertsgrün. Der pfarherr visitiret winterzeit die schull, wan schuller vorhanden sein, im sommer gibt es roß und kuehirten, und ist der schulmeister in kirchenambt fleisig und nach gelegenheit des orts zimlich gelert, eine ledige person, und singt in der kirchen, was der pfarherr befielet.

 

[6] Ephoralarchiv Plauen I II 1 I. 1685 noch heißt es: Paul Schlesingern einem armen Häußler des orts wird für das Singen in der Kirchen zur ergötzlichung jährlich 2 alte schock gegeben, item in 3, 4 auch wol 5 jahren kaum ein schwartzer Rock. Klagt zwar oft ubel, doch wo wil man einen ordentlichen Schulmeister drumb halten? Dargegen hat dießer Sänger die ehre eines Glöckners nicht, sondern der Schweinehirt, der läutet, macht die Kirche auf, hielft denen Seelenhirten den Priesterrock anlegen.

 

[7] Ephoralarchiv Plauen I II 1 I.

 

[8] Konsistorialarchiv Dresden H. 50.

 

[9] ThStA Greiz Hausarchiv Schr. II F. II: „11 Pfennige vor ein bandt an das schulhaus zu machen.“

 

[10] HStA Dresden Loc. 2005 Loc. Vis. der Sup. Zwickau, Plauen usw. 1598.

 

[11] Pfarrarchiv Elsterberg X 10: „Auf den lande in Filialen die sontag nach der predigt die kinderlehr (um 1570)“.

 

[12] Konsistorialarchiv Dresden H 50: Die beiden diaconi versorgen die zwey filiale Steinßdorf und Hohndorff und wechseln damit umb einen sontag umb den andern, predigen früe das evangelium, nachmittag helt man in einem filial alß zu Hohndorff catechismum, zu Steinßdorff aber nicht, sintemahl die pauren einstheils, die keine kinder haben, sich beschweren, dass sie dem diacono zu mittag solten eßen geben. Wenn man aber einem sehlsorger eßen gebe, so würde die kinderlehr, wie vor alters da auch gehalten, welches dann ettliche pauren gerne thun wollen, ettliche aber wollen gar nicht willigen. Müßen also die diaconi ungeßen von dem dorffe Steinßdorff wieder heim gen Elsterbergk gehen, darüber sie sich hoch beschweren, sonderlich winterzeit, wenn das ungewitter groß ist. (Vis. 1578.)

 

[13] Konsistorialarchiv Dresden E 19 I. Diakonus Meinhart schreibt 1592: „Ich habe lezlich eine flachsamlung, die allernest nach Simonis undt Judae angehet, darfur ich den auf den dörffern muß kindtlehr haldten, welcher Flachs, der sich auf den stein erstrecken thudt, mir außer meinen ampt nicht richtig gefolget würde. — Ephoralarchiv Plauen II I 1 (1620): In den Dörfern „wirdt auß einem jeden hoffe den diaconis eine kauten Flachs gereichet, dafur sie die lehr des catechismi undt des gebet in einem jeden dorffe mit der jugendt treiben undt verrichten“.

 

[14] Ephoralarchiv Plauen II V 1 III. 1683: „Wurdte erinnert, dass das Fastengebet ufn dörffern von denen Geistlichen nicht fein mit Fleiß gehalten würdte, sondern die ßelben kämen nur, den Flachs abzuholen, daher manche Magd, mancher Knecht kein Gebot, kaum ein Vaterunser beten könnte.“ — Pfarrer Schlegel und Diakon Ebersbach „entschuldigen sich, dass deßfalls die Schuld nicht an ihnen, sondern an denen Haußvätern und Haußmüttern wäre, die das Gesind nicht fleißig in die Kirche schickten noch zu Hauße zum Gebet anhielten, wann sie hinaus auf die Dörfer kämen, könnten sie das Gesind nicht erst beten lehren, sie kämen zu examiniren.

 

[15] ThStA Greiz R. C. Cap. III No. 2.

 

[16] UB. Nr. 495.

 

[17] Ephoralarchiv Plauen II V 1 IV. Ein Katechet für Tremnitz ist dort schon vor 1700 nach-weisbar.

 

[18] Konsistorialarchiv Dresden E 253.

 

[19] Pfarrarchiv Elsterberg X 10: Pfarrer Zopf schreibt darüber: Ao. 1701 ist ein Schulhalter Hädlich, des Schulmeisters zu Gösnitz [JößnitzJ Eydam, in einem Bauerhause zur Miete gewesen, welchen des vorigen Schulhalters Hanß Narrens, ist des Hirten Besoldungen vors Singen und Seigerstellen gegeben worden, und weil sich selbiger sehr fleißig bey der Jugend erwiesen, habe ich noch selbigen Jahres uff Anregung beyder Gemeinden (Steinsdorf und Trieb) und Bewilligung ihrer Gerichtsherrschaften (weil sonderlich die Kinder zur Winterszeit nicht ohne Lebensgefahr nach Schönbach und Ruppertsgrün in die Schule gehen können) ein eigen Schulhauß helffen aufbauen, darzu die Kirche in diesem Jahr 15 alte Schock getribuiret, das andere haben die Bauern gegeben.

 

[20] Ein genaues Verzeichnis befindet sich Ephoralarchiv Plauen II III 6.

 

[21] Pfarrarchiv Elsterberg: Ältere Schulsachen.

 

[22] A. Richter a. a. O.

 

[23] Ephoralarchiv Plauen II V 1 IX.

 

[24] HStA Dresden Loc. 13725. Die Gemeinden Christgrün usw. contra Schuldiener zu Elsterberg.

 

[25] Ephoralarchiv Plauen II I 20.

 

[26] Ephoralarchiv Plauen II V 1 XI.

 

[27] Ephoralarchiv Plauen II III 16.

 

[28] AV Dresden C. 268.

 

[29] AV Dresden E 206.

 

[30] AV Dresden E 206 u. ThStA Greiz Cons. Görschnitz 4.

 

[31] HStA Dresden Kasten 647 No. 38.